Der Paritätische Kreis Euskirchen

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Aktuelles und Termine

Euskirchener kleinKUNSTpreis zugunsten Frauen helfen Frauen e.V. am 09.Mai 2026, in der Aula der Marienschule

SEIEN SIE UNSERE JURY! 7 Künstler_innen versuchen das
Publikum für sich zu begeistern, denn das Publikum entscheidet über die Vergabe des Preises. 
Sie erwartet ein Feuerwerk der Kleinkunst aus intelligentem Wortwitz, originellem 
Musikkabarett, verblüffenden Shows … . Dieses Jahr dabei:
Krause und Konsorten besingen den ganz normalen 
Wahnsinn des Alltags – mit bissigem Humor, musikalischem 
Irrsinn und einer großen Portion Liebe zum Skurrilen. 
Suse Lichtenberger erzählt aus ihrem Leben als mittellose 
Schauspielerin, mittelmäßige Mutter, wenig engagierte 
Feministin und Umweltaktivistin. 
Amir Shahbazz: Als Stand Up Comedian mit muslimischem 
Hintergrund steht er quasi immer zwischen den Stühlen, und 
findet den Alltagsirrwitz in fast jeder Situation. 
Drop Bert bietet einen einzigartigen Mix aus Comedy, 
Beatbox und Jonglage, eine unvergessliche Show voller 
Lachen, Staunen und Emotionen. 
Bartuschka die Vollblut-Comedienne mit der wetterfesten 
Plastikfrisur ist wie Berlin: Vielfältig, überraschend, schräg!
Melvin Haack ist ein Feinschmecker der gesungenen 
Buchstabensuppe. Dieses Programm ist für ein junges, smartes
Publikum geeignet; pensionierte Lehrer*Innen sind willkommen
Mai Horlemann, Silben- und Sinnverführerin, zeigt uns eine 
Welt aus Poesie, Pop und Porno. Sie fertigt kleine Wortkunstwerke, 
die den Staub auf den Straßen zum Tanzen bringen.
Moderation: die wunderbare Katharina Hoffmann, 
Gewinnerin des Euskirchener kleinKUNSTpreis 2017

 

 

Paritätischer enthüllt internes Arbeitspapier: Drastische Kürzungspläne gefährden Leistungen für Menschen mit Behinderungen, Kinder und Familien

Dem Paritätischen Gesamtverband liegt ein internes Arbeitspapier vor, das belegt: Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände diskutieren im Verborgenen drastische Kürzungen bei Leistungen für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen. Das 108-seitige Dokument, das heute vom Paritätischen veröffentlicht wird, stammt aus einer Arbeitsgruppe, die abseits der Öffentlichkeit harte Einschnitte für Menschen mit Behinderungen und für Kinder und Jugendliche diskutiert. Es enthält mehr als 70 Kürzungsvorschläge mit einem bezifferten Volumen von über 8,6 Milliarden Euro. Das tatsächliche Kürzungsvolumen liegt erheblich höher, da knapp zwei Drittel aller Vorschläge gar nicht mit Zahlen unterlegt sind.

Der Paritätische zeigt sich angesichts der Kürzungspläne von Bund, Ländern und Kommunen entsetzt: Die Vorschläge zielen auf radikale Einschnitte bei sozialen Unterstützungsleistungen. Individuelle Rechtsansprüche auf Schulbegleitung sollen gestrichen, das Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen eingeschränkt, die Nachbetreuung junger Erwachsener aus der Jugendhilfe abgeschafft, der Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende zusammengestrichen werden. Manche Vorschläge widersprechen offen der UN-Behindertenrechtskonvention und der UN-Kinderrechtskonvention.

„Was hier unter dem harmlosen Titel ‘Effizienter Ressourceneinsatz’ verhandelt wird, ist ein Angriff auf Errungenschaften, die elementar für soziale Teilhabe sind und die über Jahrzehnte erkämpft wurden. Dass solche grundlegenden Leistungen für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen so radikal gekürzt werden sollen und die Debatte an den Menschen vorbei im Verborgenen geführt wird, ist gleichermaßen skandalös. Hier droht ein Kahlschlag bei Alltagshilfen, mit einschneidenden Folgen für Betroffene und ihre Familien", erklärte Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes.

Der Paritätische veröffentlicht das Papier zusammen mit einer detaillierten fachpolitischen Einordnung und Bewertung von 25 exemplarisch ausgewählten Vorschlägen. „Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu wissen, dass aktuell diskutierte Vorschläge auf einen Kahlschlag in ganzen Leistungsbereichen zielen”, sagte Rock.

Herzlich willkommen, Myriam Kemp

Nach dem Abschied von Michael Kehren beginnt für die Paritätische Kreisgruppe Euskirchen ein neues Kapitel. Seit dem 1. Dezember übernimmt Myriam Kemp die Geschäftsführung – mit Freude auf das Kommende und mit Respekt vor dem, was in den vergangenen Jahren gewachsen ist.

Myriam Kemp bringt einen vielseitigen Hintergrund mit: Bereits während ihres Philosophie-Studiums arbeitete sie in der ambulanten Pflege. Nach erfolgreichem Masterabschluss folgten Tätigkeiten als Texterin und akademische Beraterin sowie Arbeit im Bereich der Katastrophenhilfe. Nach der Hochwasserkatastrophe 2021 baute sie im Kreis Eisuskirchen eine Fluthilfestelle auf und verantwortete anschließend Bildungsarbeit zu Resilienzentwicklung und Krisenvorbereitung. Diese Erfahrungen haben ihren Blick dafür geschärft, wie wichtig Verbundenheit, gute Zusammenarbeit und klare Kommunikation sind – besonders dann, wenn Menschen vor großen Herausforderungen stehen.

Neben ihrer beruflichen Tätigkeit engagiert sich Myriam Kemp seit vielen Jahren kommunalpolitisch. In verschiedenen Funktionen in Kreistag und Gemeinderat setzt sie sich für Teilhabe, demokratische Strukturen und soziale Gerechtigkeit ein. Dabei liegt ihr besonders am Herzen, Menschen mitzunehmen, zuzuhören und Räume zu schaffen, in denen Beteiligung tatsächlich möglich ist – vor allem für diejenigen, die sonst leicht übersehen werden.

Im Kreis Euskirchen ist sie bereits gut vernetzt und möchte diese Netzwerke weiter ausbauen und stärken. Ihr Ziel ist es, gemeinsam mit den Mitgliedsorganisationen, Ehrenamtlichen und Partner*innen tragfähige Lösungen für die sozialen Herausforderungen vor Ort zu entwickeln.

Ein zentrales Anliegen ihrer Arbeit ist es, die Bedeutung der Freien Wohlfahrtspflege sichtbar zu machen: Wohlfahrt ist kein verhandelbares Extra, sondern ein gesetzlicher Auftrag und eine tragende Säule unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. Dafür setzt sie sich im Paritätischen mit Klarheit, Haltung und Dialogbereitschaft ein.

Auf Wiedersehen, Michael Kehren

Zum 31.12.25 verabschieden wir unseren Geschäftsführer der Kreisgruppen Euskirchen und Düren. Seit April 2024 hat Michael Kehren unsere Verbände gestärkt, neue Netzwerke aufgebaut, die Öffentlichkeitsarbeit vorangetrieben und dabei stets mit Herz, Weitblick und großer Verbundenheit gewirkt. 
Wir blicken dankbar und mit etwas Wehmut, auf diese gemeinsame Zeit zurück.

Michael Kehren schreibt selbst:
„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“
Mit diesen Worten von Hermann Hesse geht er seinen nächsten Schritt und bedankt sich für die bereichernden Begegnungen und Erfahrungen auf seinem Weg. 

Wir sagen von Herzen: Danke, Michael und auf Wiedersehen!

Für deinen weiteren Lebensweg wünschen wir dir Gesundheit, Erfolg und viele gute, hoffnungsvolle neue Stufen.

Gleichzeitig schauen wir nach vorn:
Ab dem 01.12.25 starten bereits unsere beiden neuen Geschäftsführerinnen in Düren und Euskirchen - mehr dazu bald!


Teilhabechancen für Kinder sichern – bessere Nutzung von BuT-Leistungen in Euskirchen und Düren

(30.09.25) Der Paritätische Gesamtverband hat in einer aktuellen Auswertung auf große regionale Unterschiede bei der Nutzung der Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) hingewiesen. Besonders die „Leistungen zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben“ – wie Vereinsbeiträge, Musikunterricht oder Ferienfreizeiten – werden vielerorts nicht ausreichend in Anspruch genommen.

Auch in den Kreisen Euskirchen und Düren wird deutlich, dass die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen stark davon abhängen, wie gut die Leistungen vor Ort umgesetzt werden. Laut den aktuellen Zahlen beträgt die Teilhabequote:

Kreis Euskirchen:   9,6 %

Kreis Düren:   12,9 %

Diese Werte zeigen, dass längst nicht alle anspruchsberechtigten Kinder tatsächlich unterstützt werden. Damit bleiben viele Chancen ungenutzt, Kindern und Jugendlichen gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Der Paritätische fordert deshalb, dass die Leistungen aus dem BuT einfacher zugänglich gemacht werden, Informationsangebote ausgebaut und Antragsverfahren weiter vereinfacht werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrer sozialen Herkunft die gleichen Chancen auf kulturelle, sportliche und soziale Teilhabe erhalten.

Es darf nicht vom Wohnort abhängen, ob Kinder die gleichen Chancen haben. Wir brauchen vor Ort unbürokratische und wirksame Lösungen, damit jedes Kind mitmachen kann.  

Weitere Infos auf den Seiten des Paritätischen Gesamtverbands.


Freie Wohlfahrtspflege NRW zum Haushaltsplan 2026: Steigende soziale Bedarfe bleiben unberücksichtigt

Düsseldorf, 18.09.2025. Die Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen bewertet den Entwurf des Landeshaushalts 2026 ambivalent: Während keine großflächigen Kürzungen wie in den vorherigen Jahren geplant sind, bleibt die soziale Infrastruktur weiterhin strukturell unterfinanziert.

„Der Haushaltsplan stagniert auf niedrigem Niveau. Angesichts steigender Bedarfe und massiver Kostensteigerungen reicht das nicht aus“, erklärt Hartmut Krabs-Höhler, Vorsitzender der Freien Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen. Insbesondere die fehlende Dynamisierung der Mittel führe dazu, dass Träger durch Tarif- und Inflationssteigerungen faktisch Kürzungen hinnehmen müssen.

Zentrale Kritikpunkte sind:

  • Armutsbekämpfung: Mit nur 3,7 Millionen Euro für Maßnahmen gegen Armut und 5,6 Millionen Euro gegen Wohnungslosigkeit ist keine grundlegende Strategie erkennbar. Die konstant hohe Anzahl der von Armut betroffenen Haushalte, insbesondere mit Kindern und Jugendlichen wird nicht angegangen. Die ersatzlose Streichung der Berufseinstiegsbegleitung (8,6 Millionen Euro) gefährdet die Chancen junger Menschen auf Ausbildung und Arbeit – trotz Fachkräftemangel.
  • Migration und Integration: Statt vorgesehener Dynamisierungen stagnieren die Mittel. Real bedeutet dies Kürzungen, die Beratungsangebote schwächen und Integrationsprozesse bremsen. Kritisch bewertet die Landesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW zudem die Einführung einer Bezahlkarte für Geflüchtete: „Die beste Bezahlkarte ist das Bankkonto – alles andere ist diskriminierend“, so die Freie Wohlfahrtspflege NRW.
  • Familienbildung, Familienberatung und Familienhilfen: Die Kürzungen aus dem Vorjahr (rund 9 Millionen Euro) werden nicht zurückgenommen. Ohne Aufwuchs drohen Angebotsabbau und wachsende Chancenungerechtigkeit.
  • Tageseinrichtungen für Kinder / Offener Ganztag: Die Reduzierung der Kita-Helfer-Förderung um 1.800 Euro pro Platz belastet die Träger erheblich. Auch die Finanzierung der Offenen Ganztagsschule bleibt insgesamt unzureichend. Dies gefährdet sowohl die Qualität als auch den notwendigen Ausbau im Hinblick auf den ab 2026 geltenden Rechtsanspruch.
  • Soziale Infrastruktur: Zahlreiche Bereiche – von Schuldnerberatung bis LSBTIQ*-Projekten – werden lediglich „überrollt“; also deckungsgleich weitergeführt. Besonders gravierend sind die Kürzungen beim Täter-Opfer-Ausgleich (minus 44 Prozent), was die ohnehin angespannte Finanzierungslage verschärft. Die sechs bestehenden Standorte sind akut bedroht und es muss bezweifelt werden, dass unter diesen Refinanzierungsbedingungen das Angebot 2026 noch in freier Trägerschaft erbracht werden kann.
  • Alter und Pflege: Der Aufwuchs von 19 Millionen Euro für die Pflegeausbildung wird begrüßt. Gleichzeitig bleiben Pflegeschulen und Investitionen in Einrichtungen massiv unterfinanziert – trotz wachsendem Pflegebedarf.

Forderungen der Freien Wohlfahrtspflege NRW

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege NRW fordert die Landesregierung auf, den Haushaltsentwurf nachzubessern. Sie fordert eine dynamische Anpassung der Mittel an Kostensteigerung, Aufwuchs statt Stagnation um soziale Teilhabe zu sichern sowie eine verlässliche Finanzierung der zentralen Aufgaben der Träger. „Wir brauchen jetzt Investitionen in soziale Infrastruktur, um Teilhabechancen zu sichern und gesellschaftliche Spaltung zu verhindern“, mahnt Hartmut Krabs-Höhler.

Hier finden Sie die kommentierte Version des Haushalts.


Bundeshaushalt 2026: Paritätischer warnt vor Entsolidarisierung und fordert Stärkung der Sozialversicherungen

(01.08.2025)

Pressestatement von Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes.

Der Entwurf des Bundeshaushaltes ist eine verpasste Chance dafür, die Sozialversicherungen zu stärken und die fortschreitende Entsolidarisierung in Deutschland zu stoppen.

Als Paritätischer Gesamtverband finden wir, dass gesamtgesellschaftliche Aufgaben vollständig aus Steuermitteln bezahlt werden müssen. Die Sozialversicherungen müssen durch zusätzliche Einnahmen und mehr Versicherte, die einzahlen, gestärkt werden. Wir brauchen die Erwerbstätigen- und Bürgerversicherung! Besonders vermögende Menschen müssen stärker an der Finanzierung beteiligt werden. Nur so ist eine soziale und ökologische Finanzierung nachhaltig möglich. Geplante Kürzungen, etwa bei der Integrationsförderung, verkennen die Bedarfe vor Ort und müssen zurückgenommen werden, hier ist das Parlament gefordert!

Der Haushaltsentwurf der Bundesregierung ist eine Enttäuschung. Es wird viel verteilt, aber viel zu wenig umverteilt. Das muss sich ändern. Wir begrüßen dagegen, dass insbesondere die Mittel für Arbeitsmarktintegration und für Freiwilligendienste erhöht und abgesichert werden, auch wenn der Bedarf für diese Bereiche deutlich größer ist.

Haushalt 2025: Breites Bündnis ruft zu Investitionen in soziale Sicherheit und ökologischen Fortschritt auf

 

Der Appell aus Sicht von Wohlfahrtspflege, Gewerkschaft sowie Umwelt- und Sozialverbänden fordert Bundestag und Bundesrat auf, mit dem Bundeshaushalt und den geplanten Sondervermögen den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. 

Anlässlich der heutigen Beratung des Bundeshaushalts 2025 im Bundestag appelliert ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis an die Verantwortung von Bundestag und Bundesrat, sozial-ökologische Versäumnisse der Vergangenheit zu korrigieren. Es seien dringend massive Investitionen in die öffentliche und gemeinnützige soziale Infrastruktur erforderlich. 

Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes: „Die Entscheidungen zum Bundeshaushalt 2025 müssen ein klares Signal für sozialen Ausgleich und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen. Nur mit gezielten Investitionen in die soziale Infrastruktur, Klimaschutz und eine gerechte Daseinsvorsorge lassen sich wachsende Ungleichheiten wirksam überwinden und das Vertrauen in den Sozialstaat und unsere Demokratie stärken.” 

Das Sicherungsversprechen des Sozialstaats sei essenziell für die Demokratie, so die Unterzeichnenden des gemeinsamen Appells. Doch viele Menschen fürchteten sich mit Blick auf die Sozialversicherungen vor steigenden Beiträgen und einem gleichzeitig sinkenden Leistungsniveau. Das Bündnis mahnt, die Unterfinanzierung der Pflegeversicherung dürfe nicht durch Darlehen ausgeglichen werden. Sozialversicherungen würden eine Vielzahl gesamtgesellschaftlicher Aufgaben übernehmen, die sachgerecht durch Steuermittel refinanziert werden müssten. Mittel- und langfristig müssten die Sozialversicherungen solidarisch und nachhaltig erneuert werden. 

Die Verbände weisen darauf hin, dass ein großer Teil der sozialen Infrastruktur in Deutschland durch gemeinnützige Organisationen der Freien Wohlfahrtspflege getragen wird. Um ihre Einrichtungen und Dienste klimafreundlich und digital aufzustellen, müssten sie konsequent in Förderprogramme aus den Sondervermögen einbezogen werden. 

Das Bündnis macht dabei deutlich, dass soziale Sicherheit und ökologische Nachhaltigkeit zusammengehören: “Die Bewältigung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Krisen unserer Zeit sowie die digitale Teilhabe bislang benachteiligter Bevölkerungsgruppen sind gemeinsame Zukunftsaufgaben”, heißt es in dem Appell. 

Die Organisationen hinter dem Aufruf vertreten gemeinsam mehrere Millionen Mitglieder, mehr als zwei Millionen hauptamtlich Beschäftigte und über drei Millionen freiwillig Engagierte. 

Den Appell unterzeichnet haben: 

AWO Bundesverband 

BUND – Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland 

Der Paritätische Gesamtverband 

Deutscher Caritasverband 

DRK - Deutsches Rotes Kreuz 

Diakonie Deutschland 

Sozialverband Deutschland SoVD 

Sozialverband VdK Deutschland 

Ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft 

Volkssolidarität 

ZWST – Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland 

 

Der vollständige Appell zum Download: www.der-paritaetische.de/bundeshaushalt2025

Neues Mitglied im Paritätischen Euskirchen: lila_bunt e.V. setzt Zeichen für Vielfalt und Teilhabe

Wir freuen uns sehr, den Verein lila_bunt e.V. aus Zülpich als neues Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband NRW, Kreisgruppe Euskirchen, willkommen zu heißen!

Mit lila_bunt e.V. gewinnt unser Verband einen engagierten Träger, der sich mit viel Herzblut für die Sichtbarkeit, Akzeptanz und Teilhabe queerer Menschen einsetzt. Der Verein stärkt insbesondere FLINTA (Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, transgeschlechtliche und agender Personen) durch Bildungsarbeit, Empowerment-Angebote und offene Begegnungsräume – und setzt sich damit aktiv für eine diskriminierungsfreie und solidarische Gesellschaft ein.

„Wir stehen für Vielfalt und Geschlechtergerechtigkeit. Die Mitgliedschaft im Paritätischen ist für uns ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Vernetzung und gesellschaftlichem Zusammenhalt“, so Sinah Klockemann vom Vorstand des Vereins.

Auch wir als Paritätischer freuen uns über die neue Partnerschaft:

„lila_bunt e.V. bringt wichtige Perspektiven und wertvolles Engagement in unser Netzwerk. Gemeinsam stehen wir für soziale Arbeit, die allen Menschen offensteht – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder sexueller Identität“, betont unser Geschäftsführer , Michael Kehren.

Die offizielle Aufnahme fand am 27. Juni 2025 in einem persönlichen Treffen statt – ein starkes Zeichen für gelebte Vielfalt im Kreis Euskirchen.

Mit lila_bunt e.V. wächst unser Verband nicht nur in der Breite, sondern auch in der Tiefe: Mehr Sichtbarkeit für queere Themen, mehr Teilhabe im ländlichen Raum, mehr Zusammenhalt in der Vielfalt.

40 Jahre Haus Sonne – ein Ort der Menschlichkeit feiert Jubiläum

Am 27. Juni 2025 wurde in Bad Münstereifel ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert: Das Haus Sonne blickt auf 40 Jahre wertvolle Arbeit im Bereich der Eingliederungshilfe zurück. Seit 1985 bietet die Einrichtung Menschen mit Unterstützungsbedarf ein Zuhause, Lebensqualität und Teilhabe – getragen von einem engagierten Team und einem klaren Werteverständnis.

Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten überreichte Michael Kehren, Geschäftsführer des Paritätischen Euskirchen, einen symbolischen Ölbaum an Eberhard Kremer, Geschäftsführer des Hauses Sonne. Der Baum steht für Frieden, Beständigkeit und die tiefe Verwurzelung in der Region – genau wie das Haus Sonne selbst.

„Das Haus Sonne ist seit vier Jahrzehnten ein Leuchtturm der Solidarität und des sozialen Miteinanders. Wir danken allen, die dieses Haus zu dem gemacht haben, was es heute ist“, so Kehren.

Der Paritätische gratuliert seiner Mitgliedsorganisation herzlich zum Jubiläum und freut sich auf viele weitere Jahre der erfolgreichen Zusammenarbeit.

Der Paritätische unterstützt die Kampagne „NRW muss investieren“

(24.06.2025)

Der Paritätische NRW beteiligt sich an der landesweiten Kampagne „NRW muss investieren“, die sich gegen den zunehmenden Abbau der sozialen Infrastruktur richtet. Die Situation ist alarmierend: In ganz Nordrhein-Westfalen, und damit auch in den Kreisen Euskirchen und Düren, geraten soziale Einrichtungen, Dienste und Angebote zunehmend unter finanziellen Druck. Steigende Kosten, fehlende Fachkräfte und ausbleibende politische Unterstützung führen dazu, dass zentrale soziale Leistungen gefährdet sind oder bereits abgebaut werden mussten.

Gerade in ländlich geprägten Regionen wie Euskirchen und Düren sind soziale Angebote von besonderer Bedeutung. Sie sichern Teilhabe, fördern Chancengleichheit und bieten verlässliche Unterstützung für Menschen in schwierigen Lebenslagen – von der Kinderbetreuung über Inklusionsarbeit bis hin zur Pflege oder psychosozialen Beratung. Wenn hier weiter gespart wird, hat das unmittelbare Folgen: Einrichtungen müssen schließen, Wartezeiten verlängern sich, Fachkräfte wandern ab, und Menschen in Notlagen verlieren wichtige Anlaufstellen.

Die Kampagne „NRW muss investieren“ fordert daher eine grundlegende Umkehr in der Sozialpolitik des Landes:

  • eine langfristig gesicherte Finanzierung sozialer Infrastruktur,
  • verlässliche Rahmenbedingungen für freie Träger und soziale Dienste,
  • Investitionen in Wohnungsbau, Klimaschutz, soziale Teilhabe, Bildung, Integration und Pflege – auch außerhalb der Ballungsräume.

Wir setzen uns gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen dafür ein, dass soziale Gerechtigkeit und Daseinsvorsorge nicht vom Wohnort abhängig sind. Auch die Menschen in Euskirchen und Düren haben ein Recht auf verlässliche soziale Unterstützung.

Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie unter: NRW muss investieren

NRW muss investieren – Eine Chance für Euskirchen und Düren

(16.06.2025)

Eine neue, landesweite Initiative und Studie zeigt: Nordrhein-Westfalen steckt in einem massiven Investitionsstau. Zwischen 50 Mrd. und sogar bis zu 156 Mrd. € sind nötig, um Klima‑, Digital‑, und Infrastrukturprojekte anzuschieben – allein über die kommenden 10 Jahre. Ein Teil des bedarfsgesteuerten Investitionsvolumens fließt auch in private Unternehmen, damit diese nachhaltige und digitale Transformationen in Gang setzen können .

Unsere Region im Blick:

Für unsere Kreise Euskirchen und Düren bedeutet das:

  • Digitale Bildung & Verwaltung: Schul- und Kita-Netzwerke in Euskirchen und Düren müssen dringend flächendeckend mit leistungsfähigem Internet versorgt werden – damit digitale Bildung vor Ort gestärkt wird.
  • Klimaschutz und Gebäudeförderung: Bei der Modernisierung von Sozialwohnungen und öffentlichen Einrichtungen brauchen wir konkrete Förderprogramme, um Energieeffizienz und Klimafolgenanpassung zu beschleunigen.
  • Mobilität & Infrastruktur: Investitionen in Radwege, ÖPNV-Anbindung und barrierefreie Umbauten in beiden Kreisen sind essenziell, damit alle Menschen, insbesondere Ältere oder Menschen mit Behinderung, mobil bleiben und gut versorgt sind.
  • Soziale Teilhabe: Eine gezielte Investition in Freizeit‑, Kultur‑ und Beratungsangebote stärkt das soziale Miteinander – für Familien, Alleinerziehende und Menschen in benachteiligten Lebenslagen.

Warum der Paritätische aktiv wird:

  • Gemeinsam handeln: Zusammen mit Vereinen, Trägern und kommunalen Partnern setzt sich der Paritätische für eine bessere Förderfinanzierung ein – insbesondere bei der NRW.Bank und regionalen Sparkassen.
  • Regionale Interessen vertreten: Wir bringen die konkreten Anliegen aus Euskirchen und Düren in die Debatte um Landeshaushalt und Landesprogramme – damit Gelder dort ankommen, wo sie wirklich gebraucht werden.
  • Geflüchtete, Familien, Senior:innen im Fokus: Mit gezielten Maßnahmen im Bildungs‑, Gesundheits‑ und Wohnbereich gewährleisten wir, dass alle Menschen in der Region nachhaltig unterstützt werden.

Zur Kampagnenseite: NRW muss investieren!

Armut verschärft sich – auch in unserer Region

Der neue Paritätische Armutsbericht 2025 mit dem Titel „Verschärfung der Armut“ offenbart eine besorgniserregende Entwicklung: Die Armut in Deutschland nimmt weiter zu, und die Betroffenen verlieren zunehmend an Kaufkraft.

Besonders alarmierend ist der Anstieg der Kinderarmut auf 21,8 % – ein neuer trauriger Rekordwert. Alleinerziehende sind mit einer Armutsquote von 43,2 % besonders betroffen. 

In Nordrhein-Westfalen liegt die Armutsquote bei 19,2 % und ist seit 2006 um 42 % gestiegen – mehr als doppelt so stark wie im Bundesdurchschnitt. Auch in den Kreisen Euskirchen und Düren spüren wir diese Entwicklungen.

Der Bericht zeigt, dass Armut nicht nur ein Mangel an Einkommen ist, sondern auch den Zugang zu Bildung, Gesundheit und gesellschaftlicher Teilhabe einschränkt. Viele Betroffene können sich grundlegende Dinge wie eine warme Wohnung oder neue Kleidung nicht leisten.

Zentrale Ergebnisse des Berichts:

  • Anstieg der Armutsquote: Im Jahr 2024 lag die Armutsquote bei 15,5 %, was einem Anstieg um 1,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr entspricht.
  • Besonders betroffene Gruppen: Alleinerziehende, junge Erwachsene und Rentner*innen sind besonders häufig von Armut betroffen. Die Altersarmut zeigt sich dabei stark weiblich geprägt.
  • Materielle Entbehrung: 5,2 Millionen Menschen – darunter 1,1 Millionen Kinder und Jugendliche sowie 1,2 Millionen Vollzeiterwerbstätige – leben in erheblicher materieller Entbehrung. Sie können sich grundlegende Dinge wie eine warme Wohnung oder neue Kleidung nicht leisten.
  • Regionale Unterschiede: Während in Bayern etwa 11,8 % der Bevölkerung von Armut betroffen sind, liegt die Quote in Sachsen-Anhalt bei 22,3 % und in Bremen sogar bei 25,9 %.
  • Rückgang der Kaufkraft: Das reale Median-Einkommen einkommensarmer Menschen sank von 981 € im Jahr 2020 auf 921 € im Jahr 2024.

Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, betont: „Die Zahlen belegen, was viele Menschen mit geringem Einkommen schon lange im Alltag spüren: Die Armen werden ärmer.“

Als Paritätischer Euskirchen-Düren setzen wir uns dafür ein, dass Armut bekämpft und soziale Gerechtigkeit gefördert wird. Gemeinsam mit unseren Mitgliedsorganisationen arbeiten wir daran, die Lebensbedingungen der Menschen in unserer Region zu verbessern.

Den vollständigen Armutsbericht 2025 finden Sie hier

Statement des Paritätischen Euskirchen-Düren zum Koalitionsvertrag

Am 09.04.25 haben die Spitzen von Union und SPD den Koalitionsvertrag vorgestellt. Auch für die Kreise Düren und Euskirchen hat der Koalitionsvertrag spürbare Auswirkungen:

Stärkung der sozialen Fragen

Erfreulich ist, dass soziale Themen im Vertrag klar benannt werden. Die Freie Wohlfahrtspflege wird als wichtiger Partner des Sozialstaats anerkannt. Dieses Signal werten wir als Bestärkung unserer täglichen Arbeit vor Ort – in Kitas, Pflegeeinrichtungen, Beratungsstellen und vielen weiteren Angeboten. Gerade in strukturschwächeren, ländlichen Regionen ist das gute und wertschätzende Zusammenwirken von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft alternativlos, um soziale Teilhabe zu sichern. Regionalgeschäftsführer Michael Kehren dazu: "Unser gemeinsames Ziel muss sein, dass in den Kreisen Euskirchen und Düren ein solidarisches Miteinander und gute Lebensbedingungen für alle Menschen herrschen."

Teilhabeberatung wird gesichert

Positiv hervorzuheben ist die angekündigte dauerhafte Finanzierung der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB). In beiden Kreisen wird dieses niedrigschwellige Beratungsangebot für Menschen mit Behinderung von uns bzw. von unserer Mitgliedsorganisation betrieben. Es stärkt die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung und trägt dazu bei, Inklusion praktisch erlebbar zu machen. Dass die künftige Bundesregierung hier Planungssicherheit schaffen will, begrüßen wir ausdrücklich.

Ländliche Räume nicht vergessen

Gleichzeitig braucht es konkrete Maßnahmen, um gerade in ländlichen Regionen den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sichern. Wir hoffen, dass Mittel aus dem angekündigten Sondervermögen für Infrastruktur auch gezielt in den Erhalt und Ausbau sozialer Angebote vor Ort fließen. Die Kommunen in unseren Kreisen stehen unter hohem finanziellen Druck. Nur mit ausreichender Unterstützung von Bund und Land lassen sich wohnortnahe soziale Leistungen dauerhaft sicherstellen.

Einige Fragezeichen

Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Rock vom Paritätischen Gesamtverband weist in seinem Pressestatement neben dem Licht auch auf die vielen Fragezeichen und negativen Auswirkungen hin:

"Die Koalitionsvereinbarung ist eine Einigung mit Licht und Schatten. Sozialpolitische Fortschritte der vergangenen Jahre werden zurückgedreht und entwertet. Die Rückabwicklung des Bürgergeldes, die Wiedereinführung des Vermittlungsvorrangs und die Verschärfung der Sanktionen gehen zu Lasten besonders benachteiligter Menschen. Die vorläufige Sicherung des Rentenniveaus und die volle Anerkennung der Mütterrente sind wichtige, aber nicht ausreichende Maßnahmen, um den Anstieg von Altersarmut zu bremsen. Zu begrüßen ist, dass die künftige Bundesregierung die Bedeutung gemeinnütziger Wohlfahrt für den sozialen Zusammenhalt und für eine lebendige Demokratie anerkennt. Das lässt hoffen."

Die genaue Umsetzung des Koalitionsvertrages und seine Umsetzung durch die mögliche neue Regierung bleibt abzuwarten.

Symposium diskutiert Zukunft der Freien Wohlfahrtspflege in NRW – Bedeutung für die Kreise Euskirchen und Düren

Am 2. April 2025 fand in den Düsseldorfer Rheinterrassen das Symposium „Im Dienst des Gemeinwohls – die künftige Rolle der Freien Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen im Sozialstaat“ statt. Rund 80 Teilnehmende aus Politik, Wissenschaft und Praxis kamen zusammen, um über die zukünftigen Herausforderungen und Perspektiven der Freien Wohlfahrtspflege in NRW zu beraten.

Schirmherr der Veranstaltung war André Kuper MdL, Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen. Zu den prominenten Gästen zählten unter anderem Karl-Josef Laumann MdL, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie Josef Neumann MdL, Vorsitzender des Landtagsausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales, der in Vertretung für André Kuper die Anwesenden begrüßte. Impulse lieferten zudem Prof. Dr. Isabelle-Christine Panreck von der Katholischen Hochschule NRW und Prof. Dr. Katrin Schneiders von der Hochschule Koblenz.

In seinem Grußwort stellte Josef Neumann zentrale Fragen zur Zukunft des Sozialstaats und betonte die Bedeutung der Demokratie für den Schutz der Menschenwürde. Er hob hervor, dass die Freie Wohlfahrtspflege NRW ein Garant für die Wahrung des Sozialstaatsprinzips sei und unterstrich die Notwendigkeit eines fortwährenden Dialogs zwischen Parlament und Wohlfahrtsverbänden.

Hartmut Krabs-Höhler, Vorsitzender der Freien Wohlfahrtspflege NRW, unterstrich die bedeutende Rolle der Freien Wohlfahrtspflege für den Sozialstaat und verwies auf das Subsidiaritätsprinzip als tragendes Element der sozialen Daseinsvorsorge. Er betonte, dass die Träger unverzichtbare Arbeit in Bereichen wie Altenpflege, Kinderbetreuung, Behindertenhilfe und Integration leisteten, die stabile Rahmenbedingungen und eine angemessene Finanzierung erfordern.

Minister Karl-Josef Laumann sprach über die Zukunft der Freien Wohlfahrtspflege und die Notwendigkeit eines gemeinsamen Verständnisses zur Organisation und Weiterentwicklung des Sozialstaats. Er betonte die Bedeutung des gegenseitigen Verständnisses zwischen Staat und Wohlfahrtsverbänden.

Relevanz für die Kreise Euskirchen und Düren

Auch in den Kreisen Euskirchen und Düren ist die Freie Wohlfahrtspflege ein zentraler Bestandteil des sozialen Netzes. Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände sichern hier die Versorgung und Unterstützung von Menschen in allen Lebenslagen – sei es in der Pflege, der Kinder- und Jugendhilfe oder der Inklusion. Die Herausforderungen, die auf dem Symposium diskutiert wurden, betreffen auch unsere Region: Der Fachkräftemangel, die finanzielle Absicherung sozialer Angebote und die Auswirkungen gesetzlicher Veränderungen sind Themen, die auch in den Landkreisen im südlichen Rheinland von großer Bedeutung sind

Die Wohlfahrtsverbände in Euskirchen und Düren setzen sich dafür ein, dass auch in Zukunft eine bedarfsgerechte Versorgung gewährleistet bleibt. Das Symposium hat verdeutlicht, dass dies nur durch eine enge Zusammenarbeit von Politik und Sozialträgern gelingen kann. Sozialpartnerschaft funktioniert nur im Dialog und im gegenseitigen Verständnis. Dafür wollen wir uns als Paritätischer vor Ort einsetzen.

Spannende Einblicke aus Düsseldorf gibt es im Video.

Gemeinsam für Inklusion: Dokumentarfilm „Wir wollen mehr – Arbeit ohne Barrieren“ 

Der Paritätische in Düren und Euskirchen setzt sich gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen, den Nordeifelwerkstätten und den Rurtalwerkstätten, für eine inklusive Arbeitswelt ein. Ein bedeutender Beitrag zur aktuellen Debatte um die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt ist der neue Dokumentarfilm „Wir wollen mehr – Arbeit ohne Barrieren“, der in der ARD-Mediathek verfügbar ist.

Der Film zeigt eindrücklich, mit welchen Herausforderungen Menschen mit Behinderung auch 16 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland konfrontiert sind. Sonderstrukturen, Bürokratie und Vorurteile erschweren echte Inklusion. Der Film begleitet Menschen, die trotz aller Hürden ihren Traumberuf verfolgen, und gibt engagierten Werkstatträten eine Stimme, die sich für bessere Bedingungen einsetzen.

Die Nordeifelwerkstätten im Kreis Euskirchen und die Rurtalwerkstätten im Kreis Düren leisten seit Jahren wertvolle Arbeit, um Menschen mit Behinderung berufliche Perspektiven zu ermöglichen. Sie setzen sich dafür ein, dass Teilhabe und Selbstbestimmung in der Arbeitswelt selbstverständlich werden. Als Paritätischer unterstützen wir dieses Engagement und möchten dazu beitragen, dass der Film eine breite Öffentlichkeit erreicht.

Wir laden alle ein, sich den Film anzusehen und die Diskussion um Inklusion weiterzutragen. 


Hier der Link zur ARD-Mediathek!